Das Orchester der Universität Heidelberg
| Dirigent: | UMD Heinz-Rüdiger Drengemann |
| Bläserleitung: | Manuela Pfau |
| Organisationsleitung: | Waltraut Kautz |
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Das Orchester der Universität Heidelberg
Als einer der beiden repräsentativen Klangkörper der Universität blickt das Universitäts-Orchester (neben dem Großen Chor der Universität) auf eine lange und erfolgreiche Historie zurück, die ihm weitreichende Anerkennung verschaffte.
Diese anspruchsvolle universitäre Einrichtung setzt sich zusammen vor allem aus Studenten und Studentinnen aller Fakultäten, aber auch aus ehemaligen Studierenden, Dozenten und anderweitig Tätigen. Seit dem Sommersemester 2006 obliegt das Dirigat dem Heidelberger Universitätsmusikdirektor Heinz-Rüdiger Drengemann.
Ein methodischer Schwerpunkt des Ensembles besteht in der Arbeit an einer stilistisch flexiblen Spielweise sowie in der künstlerischen Auseinandersetzung mit den charakteristischen Merkmalen der verschiedenen Musikepochen. Die Programme des Orchesters sind dadurch nicht nur anspruchsvoll, sondern auch ansprechend, zumal aufgrund der großen musikalischen Vielfalt und der angemessenen Vereinigung kontrastierender Gegensätze, die sich niederschlagen etwa im thematischen Zusammenhang der gespielten Werke und deren Bezug zu den musikalischen Ereignissen der Zeit.
So widmete sich das Orchester z.B. im Händel-Mendelssohn-Jahr 2009 insbesondere diesen beiden Jubilaren: Im Wintersemster ’08/09 brachte es neben Händels Wassermusik und Mendelssohns Konzert-Ouvertüre Meeresstille und glückliche Fahrt, Beethovens 5. Sinfonie (landläufig bekannter als Schicksals-Sinfonie) zur Aufführung. Die delikate, suitenmäßig angelegte Barockmusik kontrastierte dabei mit den gewaltigen und durchkomponierten Strukturen Beethovens. Jedoch fungierte Mendelssohn, vermutlich durch Beethovens Vertonung des Goetheschen Gedichtpaares zu seiner eigenen Kompostion Meeresstille und glückliche Fahrt angeregt, als Bindeglied zwischen diesen beiden Polen...
Auf solche und ähnliche Weise und in Verbindung mit den stilistisch ausgefeilten und am Komponisten (nicht an alten Gewohnheiten) orientierten Interpretationen gelingt es dem Orchester stets, durch spannende und ungewöhnliche Konzertabende sein Publikum zu verzaubern.
Jüngst spielte das Orchester u.a. Schumann: 1. Sinfonie (‚Frühlings’-Sinfonie); Gade: ‚Erlkönigs Tochter’, Beethoven: 1. Sinfonie, Mendelssohn: Violinkonzert; Schubert: Unvollendete, Bach: h-Moll–Suite etc.
Für die Zukunft plant das Universitätsorchester eine Konzertreise nach Schweden sowie zusätzliche Aufführungen (neben den regulären Semesterabschlußkonzerten) – als besondere Beiträge zum kulturellen und musikalischen Geschehen über den universitären Rahmen hinaus.

